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Gibt es Haie in den Meeren der Türkei?
Fuchshai, Hundshai, Weißspitzen-Hochseehai — die Haie in unseren Gewässern und was fast alle gemeinsam haben: Ihr Fang ist vollständig verboten.
Kurze Antwort: ja, es gibt sie. Die lange Antwort ist die interessante: Bei einem großen Teil der in unseren Gewässern erfassten Haie ist der Fang vollständig verboten.
Die drei Arten, nach denen am meisten gefragt wird
Fuchshai
Der obere Lappen seiner Schwanzflosse ist fast so lang wie sein Körper — daher der Name. Diesen Schwanz benutzt er, um Köderfischschwärme zu betäuben. Für den Menschen gilt er nicht als gefährlich; Maul und Zähne sind auf kleine Fische ausgelegt. Sein Fang ist vollständig verboten.
Riesenhai (Sonnenhai)
Der zweitgrößte Fisch der Welt; trotz seiner Länge ernährt er sich von Plankton. Weil er mit offenem Maul filtrierend an der Oberfläche dahinzieht, heißt er „Sonnenhai“. Ungefährlich. Sein Fang ist vollständig verboten.
Weißspitzen-Hochseehai
Zu erkennen an den weißen Flecken an den Flossenspitzen. Er lebt im offenen Wasser, die Wahrscheinlichkeit einer Begegnung am Ufer ist gering. Sein Fang ist vollständig verboten.
Verboten sind nicht nur diese drei
Auf der Liste der „vollständig geschützten Arten“ in der Verordnung steht eine Reihe von Namen aus der Verwandtschaft von Haien und Rochen: Weißer Hai, Glatter Hammerhai, Nagelhai, Meersau, Dornrücken-Engelhai, Nagelrochen, Hundshai und weitere.
Der Grund ist einfach: Haie werden spät geschlechtsreif und bekommen wenig Nachwuchs. Während ein Knochenfisch Millionen Eier ablegt, bringt ein Hundshai einige wenige Junge zur Welt. Ist der Bestand einmal eingebrochen, braucht er Jahrzehnte, um sich zu erholen.
Was mache ich, wenn einer an meiner Angel hängt?
- Nicht aus dem Wasser heben. Löse den Haken nach Möglichkeit, während der Fisch im Wasser bleibt.
- Wenn du den Haken nicht lösen kannst, kappe die Schnur. Die Schnur nah am Haken zu kappen ist besser als zu zerren; der Haken fällt mit der Zeit heraus.
- Fass die Kiemen nicht an, heb ihn nicht am Schwanz hoch.
- Halte dich nicht mit Fotos auf. Jede Sekunde außerhalb des Wassers senkt seine Überlebenschance.
Werden diese Arten versehentlich gefangen, müssen sie freigelassen werden — auch das Behalten fällt unter das Verbot.
Und sind sie gefährlich?
Haiangriffe sind in türkischen Gewässern äußerst selten. Die meisten Arten bei uns fressen entweder Plankton oder kleine Fische. Das eigentliche Risiko liegt in der anderen Richtung: Diese Tiere nehmen weit mehr Schaden von uns als wir von ihnen.
Die vollständige Liste und den Status jeder Art findest du im Artenkatalog.
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