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Süßwasserfische

Karpfen

Cyprinus carpio

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Karpfen
Dezidor (Wikimedia Commons) · Quelle

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Erfasste Binnengewässer

677
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Beste Monate: Mai, Jun, Jul, Aug, Sep, Okt

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Angelregeln: Türkei

Türkei

Mindestmaß
40 cm
Höchstmenge
5 Stück

Einzeln oder gemischt insgesamt; Einzelheiten und Ausnahmen stehen in der Verordnung.

Keine artspezifische Schonzeit angegeben; Gebiets- und Methodenregeln gelten weiterhin.

Rechtsgrundlage: 6/2 md. 11 – Çizelge 5 Verordnungstext

Mindestmaß-/Mengenbegrenzung

6/2 md. 11 – Çizelge 5

Fänge unter dem Mindestmaß oder über der Höchstmenge dürfen nicht entnommen werden.

Tabelle aus unseren Einträgen

Mindestmaß
40 cm
Höchstmenge
5 Stück
Gerät und Methode
Angel
Ausnahme
Bei den Längenlimits gilt eine Ausnahme von 5 % für untermaßige Fische; bei den kg-Arten gilt die Regel von insgesamt 5 kg

Der Artikeltext stammt aus der Verordnung. Die Tabelle oben wurde aus den betreffenden Zeilen der Verordnung in unsere Einträge übernommen und kann gekürzt sein. Verbindlich ist die amtliche Veröffentlichung. Amtliche Verordnung (PDF) →

Prüfe vor der Abfahrt die örtlichen Gebiets- und Methodenbeschränkungen.

Woran erkennst du einen Karpfen?

Schau zuerst aufs Maul. Das FAO-Artenblatt nennt dicke Lippen und zwei Paar Barteln am Mundwinkel, wobei die an der Oberlippe kürzer sind. Auch FishBase führt zwei Paar Barteln und eine tief eingebuchtete Schwanzflosse unter den Merkmalen auf, die die Art von anderen europäischen Karpfenfischen unterscheiden. Die FAO beschreibt den Körper als gestreckt und seitlich etwas abgeflacht: Die Rückenflosse hat eine lange Basis mit einem kräftigen, gezähnten Stachel vorn, und auf der Seitenlinie sitzen 32 bis 38 Schuppen. Schuppen und Farbe schwanken von Tier zu Tier. FishBase beschreibt die Schuppen als groß und dick, ergänzt aber, dass die Art in Form, Proportionen, Beschuppung und Farbe sehr variabel ist. Laut FAO sind wilde Karpfen an Rücken und oberen Flanken bräunlich grün und gehen zum Bauch hin in Goldgelb über; die Flossen sind dunkel, an ihrem unteren Teil mit rötlichem Ton. Der nur teilweise beschuppte Spiegelkarpfen ist keine eigene Art: Die Global Invasive Species Database der IUCN (GISD) hält fest, dass all diese Zuchtformen Cyprinus carpio sind. In WoRMS lautet der anerkannte Name Cyprinus carpio Linnaeus, 1758; die Art steht in der Ordnung Cypriniformes, Familie Cyprinidae, AphiaID 154582. Derselbe Eintrag führt sie als Süß- und Brackwasserart.

Wo lebt er, und wie sieht sein Leben aus?

FishBase gibt das natürliche Verbreitungsgebiet mit Europa bis Asien an, in den Einzugsgebieten von Schwarzem Meer, Kaspischem Meer und Aralsee; Wildbestände kommen demnach natürlicherweise nur in Flüssen vor, die in diese drei Meere münden, während die Art weltweit eingeführt wurde. Nach derselben Quelle bevorzugt der Karpfen warme, tiefe, langsam fließende oder stehende Gewässer: Tieflandflüsse und große, pflanzenreiche Seen. Er ist robust, verträgt sehr unterschiedliche Bedingungen und ist in der Abend- und Morgendämmerung am aktivsten. FishBase schreibt, dass sich erwachsene wie junge Karpfen von verschiedenen Bodenorganismen und Pflanzenmaterial ernähren. Die Fortpflanzung hängt an Wasserpflanzen. FishBase berichtet, dass Karpfen in flachen, verkrauteten Uferzonen laichen, dass einem laichenden Weibchen meist mehrere Männchen folgen und dass die klebrigen Eier an Wasserpflanzen oder anderen untergetauchten Gegenständen haften. Laut derselben Quelle können Weibchen in einer Saison mehr als eine Million Eier ablegen, gelaicht wird bei 15–20 °C, und nach 4 Tagen schlüpfen die Larven. Die Länge bei erster Geschlechtsreife gibt FishBase mit durchschnittlich 34,8 Zentimetern an, bei einer Spanne von 25–36 Zentimetern. FishBase nennt eine Maximallänge von 129 Zentimetern Totallänge, eine übliche Länge von 31 Zentimetern Totallänge, ein veröffentlichtes Höchstgewicht von 40,1 Kilogramm und ein höchstes berichtetes Alter von 38 Jahren. Dieselbe Quelle schreibt, dass Flussregulierung und Hybridisierung mit Zuchtbeständen und ostasiatischen Verwandten zu einem stetigen Rückgang der Wildpopulationen geführt haben. Im IUCN-Feld von FishBase (global, Version 2025-2) steht die Art als nicht gefährdet (Least Concern, LC), bewertet am 9. Juni 2022; maßgeblich für die aktuelle Kategorie ist der IUCN-Eintrag selbst.

Artsteckbrief

Karpfen
Wissenschaftlicher Name
Cyprinus carpio
Gewässertyp
Süßwasser

Häufige Fragen

Wie groß muss Karpfen mindestens sein?

Im Freizeitangeln gilt für Karpfen ein Mindestmaß von 40 cm. Kleinere Fische müssen ins Wasser zurückgesetzt werden. Rechtsgrundlage: 6/2 md. 11 – Çizelge 5.

In welchen Meeren kommt Karpfen vor?

In unseren Einträgen kommt Karpfen in diesen Meeren vor: Seen und Flüsse — Schweiz, Seen und Flüsse — Norddeutschland, Seen und Flüsse — Süddeutschland, Seen und Flüsse — Nordwestfrankreich, Seen und Flüsse — Nordostfrankreich, Seen und Flüsse — Südwestfrankreich, Seen und Flüsse — Südostfrankreich, Seen und Flüsse — Ostdeutschland, Seen und Flüsse — Westdeutschland, Seen und Flüsse — Niederlande, Seen und Flüsse — Belgien, Seen und Flüsse — Nordwestspanien, Seen und Flüsse — Nordostspanien, Seen und Flüsse — Zentralspanien, Seen und Flüsse — Südspanien, Seen und Flüsse — Kanarische Inseln, Seen und Flüsse — Nordpolen, Seen und Flüsse — Südpolen, Seen und Flüsse — Westrumänien, Seen und Flüsse — Ostrumänien, Seen und Flüsse — Bulgarien, Seen und Flüsse — Tschechien, Seen und Flüsse — Ungarn, Seen und Flüsse — Serbien, Seen und Flüsse — Kosovo, Seen und Flüsse — Nordmazedonien, Seen und Flüsse — Luxemburg, Seen und Flüsse — Korsika, Seen und Flüsse — Österreich.

In welchen Monaten ist Karpfen ergiebig?

Ergiebige Zeiträume nach Meer: Seen und Flüsse — Süddeutschland Mai–Oktober; Seen und Flüsse — Norddeutschland Mai–Oktober; Seen und Flüsse — Ostdeutschland Mai–Oktober; Seen und Flüsse — Westdeutschland Juni–Oktober; Seen und Flüsse — Nordostfrankreich Juni–Oktober; Seen und Flüsse — Südostfrankreich Juni–Oktober; Seen und Flüsse — Südwestfrankreich Juni–Oktober; Seen und Flüsse — Nordwestfrankreich Mai–Oktober; Seen und Flüsse — Korsika Mai–Oktober; Seen und Flüsse — Niederlande April–September; Seen und Flüsse — Belgien Juni–September; Seen und Flüsse — Nordostspanien Mai–Oktober; Seen und Flüsse — Zentralspanien Mai–Oktober; Seen und Flüsse — Kanarische Inseln Mai–Oktober; Seen und Flüsse — Südspanien Mai–Oktober; Seen und Flüsse — Nordwestspanien Mai–Oktober; Seen und Flüsse — Bulgarien Juni–Oktober; Seen und Flüsse — Westrumänien Juli–Oktober; Seen und Flüsse — Ostrumänien Juli–Oktober; Seen und Flüsse — Österreich Juli–September; Seen und Flüsse — Schweiz Mai–Oktober; Seen und Flüsse — Südpolen April–Oktober; Seen und Flüsse — Nordpolen April–Oktober; Seen und Flüsse — Tschechien April–September; Seen und Flüsse — Ungarn April, Juni, Juli, August, September; Seen und Flüsse — Serbien Juni–Oktober; Seen und Flüsse — Kosovo Mai–Oktober; Seen und Flüsse — Nordmazedonien Juli–Oktober; Seen und Flüsse — Luxemburg Juli–September.

Wie groß wird ein Karpfen, und wie alt wird er?

Die Quellen nennen nicht dieselbe Zahl. FishBase führt eine Maximallänge von 129 Zentimetern Totallänge und ein veröffentlichtes Höchstgewicht von 40,1 Kilogramm; das Feld für die übliche Länge nennt 31 Zentimeter. Die Global Invasive Species Database der IUCN (GISD) gibt unter Berufung auf eine andere Studie bis zu 120 Zentimeter und 60 Kilogramm an. Beim Alter ist es ähnlich: FishBase nennt als höchstes berichtetes Alter 38 Jahre, die GISD eine typische Lebensdauer von 13–20 Jahren in freier Natur und ein Tier, das in Gefangenschaft 47 Jahre alt wurde.

Was frisst ein Karpfen?

Er ist ein Allesfresser. Das FAO-Artenblatt beschreibt den Karpfen als Allesfresser mit deutlicher Neigung zu tierischer Nahrung: Wasserinsekten und ihre Larven, Würmer, Weichtiere und Zooplankton, dazu Stängel, Blätter und Samen von Wasser- und Landpflanzen sowie verrottende Wasserpflanzen. Die Global Invasive Species Database der IUCN (GISD) schreibt, dass erwachsene Karpfen Schlamm einsaugen, wieder ausstoßen und dabei die Nahrung heraussuchen; dabei wühlen sie bis etwa 12 Zentimeter tief im Sediment. FishBase ergänzt, dass Karpfen auch beim Einsaugen treibender Insekten an der Oberfläche beobachtet wurden.

Ist der Spiegelkarpfen eine eigene Art?

Nein. Die Global Invasive Species Database der IUCN (GISD) schreibt, dass die als Spiegelkarpfen bekannten Varianten nur teilweise beschuppt sind, mit wenigen sehr großen Schuppen in Flecken oder entlang der Körpermitte, und hält fest, dass alle Zuchtformen zur selben Art gehören, Cyprinus carpio. Dieselbe Quelle nennt auch den bunten Koi eine Zierform dieser Art. FishBase schreibt, dass die Art durch gezielte Zucht und Umwelteinflüsse deutlich dazu neigt, „Varietäten“ und „Rassen“ zu bilden.

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