Zum Inhalt springen

Türkei · Geschützt

Geschützte Arten

Meersau

Oxynotus centrina

Diese Art ist in der Türkei geschützt. Lerne, sie zu erkennen; geht sie dir an den Haken, setze sie unverletzt zurück.

Meersau
Gervais et Boulart (Wikimedia Commons) · Quelle

Diese Art ist geschützt — der Fang ist verboten.

Fangen, Behalten und Verkauf sind verboten. Geht sie dir an den Haken, setze sie unverletzt ins Meer zurück. Rechtsgrundlage: 6/2 md. 6 – Çizelge 1

Amtliche Quelle prüfen

Bestimmung

Erkennen lernen

Wer die Art sicher erkennt, kann sie unverletzt zurücksetzen, wenn sie anbeißt.

Meersau
Wissenschaftlicher Name
Oxynotus centrina

Angelregeln: Türkei

Fang und Entnahme sind vollständig verboten.

Rechtsgrundlage: 6/2 md. 6 – Çizelge 1 Verordnungstext

Vollständig verbotene Art

6/2 md. 6 – Çizelge 1

Fang und Entnahme sind vollständig verboten.

Tabelle aus unseren Einträgen

Mindestmaß
Verboten
Höchstmenge
0 Stück
Schonzeit
Ganzjährig
Gerät und Methode
Jede Methode des Freizeitangelns
Ausnahme
Bei zufälligem Fang unverletzt ins Wasser zurücksetzen

Der Artikeltext stammt aus der Verordnung. Die Tabelle oben wurde aus den betreffenden Zeilen der Verordnung in unsere Einträge übernommen und kann gekürzt sein. Verbindlich ist die amtliche Veröffentlichung. Amtliche Verordnung (PDF) →

Woran erkennst du die Meersau?

Auf den ersten Blick sieht sie kaum wie ein Hai aus. FishBase beschreibt sie als kleinen, bizarr aussehenden Hai mit unverwechselbar hohem Körper und borstig strukturierter Haut. Der Bestimmungsleitfaden des Shark Trust nennt die Erkennungsmerkmale: eine kurze, stumpfe Schnauze; ein seitlich zusammengedrückter, im Querschnitt dreieckiger Körper; zwei große, segelartige Rückenflossen mit je einem Stachel; extrem große, senkrecht verlängerte Spritzlöcher (Atemöffnungen) hinter den Augen und kräftige Wülste über den Augen, besetzt mit vergrößerten Hautzähnchen. Bei der Farbe liegen beide Quellen nah beieinander: FishBase nennt einheitlich grau bis graubraun; der Shark Trust ergänzt dunkle Flecken an Kopf und Flanken und eine helle waagerechte Linie unter dem Auge. Laut Shark Trust umfasst ihre Familie, die Oxynotidae, fünf Arten, die alle auf den ersten Blick an ihren ungewöhnlich großen Rückenflossen zu erkennen sind. In WoRMS lautet der anerkannte Name Oxynotus centrina (Linnaeus, 1758); die Art steht in der Ordnung Squaliformes, Familie Oxynotidae, AphiaID 105914.

Wie lebt sie, und warum ist sie so verletzlich?

Die Verordnung veröffentlicht für Tabelle 1 keine Begründung; das Folgende ist nicht der Grund für das Verbot, sondern die Biologie der Art. FishBase führt sie als bodenlebenden Tiefwasserhai des äußeren Kontinentalschelfs und oberen Kontinentalhangs und gibt einen Tiefenbereich von 60–1.309 Metern an; der Shark Trust nennt 50–780 Meter. Laut FishBase reicht ihr Verbreitungsgebiet im Ostatlantik von der Biskaya bis Senegal und schließt das Mittelmeer ein. Ihre Hauptnahrung sind Würmer vom Meeresboden: FishBase nennt Vielborster und Spritzwürmer als Hauptbeute, Knochenfische, Krebstiere und Stachelhäuter als Nebenbeute; beide Quellen schreiben, dass sie vermutlich saugend frisst. Sie pflanzt sich langsam fort. FishBase führt die Art als ovovivipar ohne Plazenta – die Eier schlüpfen also im Mutterleib – mit etwa 7 oder 8 Jungen pro Wurf; der Shark Trust nennt Würfe von 7–23 Jungtieren. Die Modellschätzungen von FishBase setzen die Widerstandsfähigkeit der Art auf „sehr gering“, die minimale Verdopplungszeit der Population auf mehr als 14 Jahre und die Anfälligkeit gegenüber Fischerei auf 80 von 100. Der Shark Trust schreibt, dass die Art nicht gezielt befischt, aber als Beifang in Grund- und pelagischen Schleppnetzen auf hoher See gefangen wird: Ihre großen Rückenflossen und Stacheln lassen sie leicht in Netzen hängen bleiben, und in weiten Teilen ihres Verbreitungsgebiets liegt ihr gesamter Tiefenbereich in Reichweite der Fischerei. Derselbe Leitfaden verweist auf Erhebungen, die auf örtliche Rückgänge im Mittelmeer und im Nordostatlantik hindeuten. Im IUCN-Feld von FishBase (global, Version 2025-2) steht die Art als stark gefährdet (Endangered, EN), bewertet am 31. August 2020; maßgeblich für die aktuelle Kategorie ist der IUCN-Eintrag selbst.

Ist der Fang verboten, und worauf stützt sich das?

Ja, er ist verboten. Grundlage ist die Verordnung Nr. 6/2 (2024/21). Im amtlichen Text besteht der einschlägige Artikel aus einem einzigen Satz: „ARTIKEL 6 – (1) Der Fang der in Tabelle 1 aufgeführten Arten ist in den Meeren und in den Binnengewässern vollständig verboten.“ Die Tabelle trägt die Überschrift „Arten, deren Fang vollständig verboten ist“, und in dem im Resmî Gazete vom 11.8.2024 veröffentlichten Text steht diese Art in der Zeile „Domuz köpekbalığı / Oxynotus centrina“. Der Artikel enthält weder Bedingung noch Frist noch Ausnahme. Die Wörter „tesadüf“ (zufällig) und „kazara“ (versehentlich) kommen im amtlichen Volltext nicht vor, und für eine versehentlich gefangene Art aus Tabelle 1 gibt es kein eigenes Verfahren. Der Vermerk „bei zufälligem Fang unverletzt ins Wasser zurücksetzen“ im Feld „İstisna“ (Ausnahme) unserer Einträge ist eine Notiz von uns, kein Zitat aus der Verordnung. Trotzdem empfehlen wir dir, eine Meersau, die an deiner Angel hängt, unverletzt freizulassen; das ist eine ethische Empfehlung, keine Rechtsvorschrift. Verbindlich ist der geltende amtliche Text selbst: die im Resmî Gazete vom 11.8.2024 mit der Nummer 32629 veröffentlichte Verordnung in der Fassung der Änderung, die im Resmî Gazete vom 16.4.2025 mit der Nummer 32872 veröffentlicht wurde.

Häufige Fragen

Ist die Meersau für Menschen gefährlich?

Im FishBase-Feld zur Gefahr für Menschen ist die Art als „harmlos“ eingestuft. Ihre beschriebene Lebensweise passt dazu: FishBase und der Shark Trust schreiben, dass sie sich vor allem von Würmern am Meeresboden ernährt, außerdem von Krebstieren und Knochenfischen, und ihre Beute vermutlich einsaugt. Laut Shark Trust bleiben die meisten Tiere unter 100 Zentimetern. Zudem lebt sie in der Tiefe: FishBase gibt einen Tiefenbereich von 60–1.309 Metern an.

Warum trägt sie das Schwein im Namen?

Keine der Quellen, die wir für diese Seite geprüft haben, erklärt, woher der Vergleich mit dem Schwein stammt. Belegt ist, dass der Name nicht nur im Türkischen vorkommt. Unter den Trivialnamen im WoRMS-Eintrag steht das türkische „domuz balığı“ (Schweinefisch); der Leitfaden des Shark Trust nennt das deutsche „Meersau“, das spanische „Cerdo Marino“, das italienische „Porcu di Mari“ und das portugiesische „Peixe-porco“. FishBase erklärt den wissenschaftlichen Namen: Oxynotus bedeutet griechisch „scharfer Rücken“ und bezieht sich auf den gekielten Rücken; centrina geht auf einen alten, mindestens bis 1524 zurückreichenden Namen zurück und bezieht sich vermutlich auf die Stacheln beider Rückenflossen.

Wie groß wird die Meersau?

FishBase nennt eine Maximallänge von 150 Zentimetern Totallänge und eine übliche Länge von 55 Zentimetern Totallänge. Auch der Leitfaden des Shark Trust gibt 150 Zentimeter maximale Totallänge an, ergänzt aber, dass die meisten Tiere unter 100 Zentimetern bleiben. Laut demselben Leitfaden messen Jungtiere bei der Geburt 21–24 Zentimeter; Weibchen werden mit 52–65, Männchen mit etwa 60 Zentimetern geschlechtsreif. Das Reifefeld von FishBase nennt nur eine Untergrenze: 50 Zentimeter.

Meersau

Beißt sie an, mach ein Foto und setze sie unverletzt zurück.

Schutzangaben prüfen

Pisca AI

Nur für Mitglieder

Frag zu dieser Art

Meersau · Oxynotus centrina

Arbeitet mit Piscatorium-Daten: Platzbewertungen, saisonale Arten und Montagen. Schreib deine Frage, der Chat öffnet sich im Seitenbereich.

Was kannst du fragen?

Pisca AI fragen

Pro-Mitgliedschaft

PRO-MITGLIEDSCHAFT