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Meeresfische

Blaugepunktetes Flötenmaul

Fistularia commersonii

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Weitere Namen: Çomak balığı · Kornet balığı

Blaugepunktetes Flötenmaul
(c) Ben Costamagna, some rights reserved (CC BY) · Quelle
Familie
Fistulariidae

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Angelplätze: Mittlere & südliche Ägäis

290
Mittlere & südliche Ägäis
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Ein eingetragener Platz ist keine Fanggarantie.

Mittlere & südliche Ägäis

Saison und passende Bedingungen

Sieh dir die Saisonangaben für die gewählte Region an.

Beste Monate: Apr, Mai, Aug, Sep, Okt, Nov

Saisonangaben sind keine Fanggarantie.

Die besten Plätze im Oktober

Nach Monat

Durchschnittlicher Monatswert der Plätze in der Türkei (0–100).

  1. 0 Jan
  2. 0 Feb
  3. 0 Mär
  4. 43 Apr
  5. 58 Mai
  6. 74 Jun
  7. 72 Jul
  8. 70 Aug
  9. 71 Sep
  10. 73 Okt
  11. 58 Nov
  12. 0 Dez

Der beste Platz je türkischer Provinz, nach dem Wert dieses Monats.

  1. Enez Limanı Dış Kıyısı Enez, Edirne 80/100 Sehr gut
  2. Karaincir Beach Bodrum, Muğla 80/100 Sehr gut
  3. Sülüklü Plaji Demre, Antalya 79/100 Sehr gut
  4. Ayaz Beach Burhaniye, Balıkesir 77/100 Sehr gut
  5. Mersin Limanı Yolcu Salonu Akdeniz, Mersin 77/100 Sehr gut

Wert von 0–100 aus Saison, Wassertemperatur, Lebensraum und lokalen Nachweisen; eine allgemeine Tendenz, keine Garantie.

Beste Tageszeiten

Zu welcher Tageszeit er am besten beißt, Monat für Monat.

  • Dämmerungsaktiv
  • Nachtangeln lohnt kaum

Im Oktober

  1. Morgengrauen 85

    1 Std. vor Sonnenaufgang → 2 Std. danach

  2. Mittag 45

    1 Std. vor Mittag → 1 Std. danach

  3. Abenddämmerung Am besten 90

    2 Std. vor Sonnenuntergang → 0,5 Std. danach

Nachts nicht ergiebig

Mondphase

Einfluss des Mondes beim Nachtangeln; die Werte vergleichen die Phasen.

  1. Neumond 15
  2. Erstes Viertel 15
  3. Vollmond 20
  4. Letztes Viertel 15

Beste Phase: Kein klarer Einfluss

Fenster über 12 Monate

Beste Tageszeiten J F M A M J J A S O N D
Morgengrauen 70 70 80 80 80 90 90 90 85 85 85 70
Mittag 55 55 45 45 45 40 40 40 45 45 45 55
Abenddämmerung 70 70 80 80 80 90 90 90 90 90 90 70
Nacht

Die Fenster richten sich nach Sonnenauf- und -untergang; die Uhrzeit hängt von Ort und Datum ab. Werte relativ innerhalb des Monats: 100 ist das beste Fenster des Tages.

11 Quellen · Verlässlichkeit mittel

Lebensraum

Wo und in welchem Wasser er lebt: von der Recherche zusammengetragene Bereiche.

Tiefe

0–132 m

meist 1–30 m

Wassertemperatur

17,1–33,1 °C

ideal ≥ 22 °C

Salzgehalt

Volles Meerwasser

28,1–39 ‰

Küstentypen

  • Sandstrand
  • Felsküste
  • Mole / Wellenbrecher
  • Steg / Kai
  • Gemischte Küste
  • Im Hafen
  • Hafeneinfahrt
  • Aufgeschüttete Küste
  • Untiefe / Riff

Untergrund

Lebt grundnah

  • Sand
  • Fels
  • Sand, Kies und Fels
  • Seegras

Bereiche aus FishBase, AquaMaps und Literatur; eine allgemeine Tendenz, keine feste Grenze.

Verlässlichkeit: Küstentyp hoch, Temperatur mittel

Köder- und Ausrüstungsvorschläge

Erfasste Köder und Angeltechniken.

Köder nach Monat

Für das Uferangeln belegte Köder, Monat für Monat und nach Wassertrübung.

Im Oktober

Kunstköder

Nach Wassertrübung

Küsten- / Riffräuber — Halbpelagisch; lauert und verfolgt. Gute Augen und eine starke Seitenlinie; nimmt beide Köderarten.

Klar Sicht: über 8 m
Kunstköder Erster Kunstköder: Wobbler · Sehr geeignet In diesem Wasser meist: Gummi-Shad/Minnow in Naturfarben, LRF, schlanker Wobbler; langsam und natürlich. Farbe: Transparent, Weiß
Leicht getrübt Sicht: 4–8 m
Kunstköder Erster Kunstköder: Wobbler · Sehr geeignet In diesem Wasser meist: Wobbler, Jigkopf + Shad, Stickbait. Farbe: Weiß, Transparent
Mäßig getrübt Sicht: 2–4 m
Kunstköder Erster Kunstköder: Jigkopf + Shad · Sehr geeignet In diesem Wasser meist: Paddle-Tail-Shad, Vibe, Spinner; Vibration zuerst. Farbe: Weiß, Leuchtend (UV)
Trüb Sicht: 1–2 m
Kunstköder Erster Kunstköder: Jigkopf + Shad · Sehr geeignet In diesem Wasser meist: Vibe mit Rassel, duftender Gummiköder; grundnah, langsam. Farbe: Dunkle Silhouette, Leuchtend (UV), Weiß
Sehr trüb Sicht: unter 1 m
Kunstköder Erster Kunstköder: Jigkopf + Shad · Schwach In diesem Wasser meist: Nicht empfohlen; wenn nötig, duftend und mit Rassel. Farbe: Dunkle Silhouette, Leuchtend (UV)
Köderkalender für 12 Monate
Januar
Außerhalb der Saison
Februar
Außerhalb der Saison
März
Außerhalb der Saison
April
Kunstköder: Jigkopf + Shad, Wobbler
Mai
Kunstköder: Wobbler, Jigkopf + Shad
Juni
Kunstköder: Jigkopf + Shad, Wobbler
Juli
Kunstköder: Wobbler, Jigkopf + Shad
August
Kunstköder: Jigkopf + Shad, Wobbler
September
Kunstköder: Jigkopf + Shad, Wobbler
Oktober
Kunstköder: Jigkopf + Shad, Wobbler
November
Kunstköder: Jigkopf + Shad, Wobbler
Dezember
Außerhalb der Saison

So ist es in der Regel; Wasser und Wetter des Tages können es ändern. Farbe ist Feinabstimmung: zuerst Ködertyp, Größe und Aktion. Verlässlichkeit: Naturköder niedrig, Kunstköder hoch. Farb- und Präsentationsratgeber

Angelregeln

Die Verordnung führt für diese Art kein eigenes Mindestmaß und keine eigene Schonzeit. Es gelten die landesweiten Bestimmungen.

Prüfe vor der Abfahrt die örtlichen Gebiets- und Methodenbeschränkungen.

Woran erkennst du das Blaugepunktete Flötenmaul?

Was diesen Fisch auf den ersten Blick verrät, ist nicht seine Größe, sondern seine Form. FishBase beschreibt den Körper als sehr lang und nicht seitlich, sondern von oben nach unten abgeflacht; aus der Mitte der Schwanzflosse wächst ein langer, peitschenartiger Faden. Der CIESM-Atlas der exotischen Fische im Mittelmeer hält fest, dass der Kopf länger als ein Drittel der Standardlänge ist, die Schnauze röhrenförmig verlängert ist und das kleine Maul am Ende dieser Röhre sitzt. Laut Atlas unterscheiden die Körperform und die beiden fadenförmig auslaufenden mittleren Strahlen der Schwanzflosse die Art von allen anderen Fischen des Mittelmeers. Bei der Farbe zeichnen die Quellen unterschiedliche Bilder. FishBase beschreibt einen Fisch mit grünem Rücken und silbrig weißem Bauch, auf dem Rücken zwei blaue Streifen oder zwei Reihen blauer Punkte; Rücken- und Afterflosse sind orange, der Schwanzfaden ist weiß, nachts zeigt der Körper breite Bänder. Der CIESM-Atlas vermerkt, dass Kopf, Rücken und Flanken bei Tieren im Mittelmeer grau bis olivgrün sind und blaue Punkte oder Streifen vor allem bei Exemplaren außerhalb des Mittelmeers vorkommen. Wenn dein Fisch also keine blauen Punkte zeigt, ist er deshalb noch keine andere Art. Am ehesten verwechseln lässt es sich mit seinem nahen Verwandten Fistularia petimba. FishBase schreibt, dass die beiden oft verwechselt werden, und beschreibt F. petimba als rötliche oder bräunlich-orange Art tieferer Gewässer mit Knochenplatten entlang der Rückenmitte. Der türkische Name dieser Art lautet laut FishBase-Eintrag für die Türkei ‚külah balığı‘, WoRMS verzeichnet ‚çomak balığı‘. Eine 2023 in Marine and Life Sciences veröffentlichte Studie von Bozkaya, Gürkan und Taşkavak nennt F. petimba entsprechend ‚kırmızı külah balığı‘ (roter Külah-Fisch). ‚Zurna balığı‘ ist ein anderer Fisch: FishBase führt diesen Namen für Scomberesox saurus, den Makrelenhecht (/de/turler/zurna-baligi).

Woher kommt es, und wo lebt es?

WoRMS führt die Art in der Familie Fistulariidae der Ordnung Syngnathiformes; ihre Heimat ist der Indopazifik. FishBase gibt das natürliche Verbreitungsgebiet von Ostafrika und dem Roten Meer bis zur Osterinsel an, im Norden bis Südjapan und im Süden bis Australien und Neuseeland. Der erste Nachweis im Mittelmeer ist die Notiz, die Daniel Golani im Jahr 2000 im Journal of Fish Biology veröffentlichte: drei Exemplare von der Küste Israels. Der CIESM-Atlas ergänzt, dass sie mit dem Schleppnetz in 15–35 Metern Tiefe gefangen wurden, dass sich die Art danach vor Israel explosionsartig vermehrte und 2007 den äußersten Westen des Mittelmeers erreichte. Den ersten Nachweis für die Türkei meldeten Gökoğlu, Bodur und Gülyavuz 2002 im Israel Journal of Zoology von der Mittelmeerküste. Die Liste gebietsfremder Arten der Türkei, die Çinar und Kollegen 2021 in PLOS ONE veröffentlichten, nennt als Jahr der ersten Beobachtung 2001 für die Mittelmeerküste (Levante) und 2002 für die Ägäis und stuft die Art als ‚invasiv‘ ein; eine 2013 im Journal of Applied Ichthyology erschienene Notiz meldet den ersten Nachweis aus dem Golf von Edremit in der nordöstlichen Ägäis. FishBase beschreibt es als Fisch der Riffe und der angrenzenden Sandböden, der einzeln oder in Schwärmen in 0–132 Metern Tiefe lebt; Çinar und Kollegen verzeichnen es an den türkischen Küsten auf harten wie weichen Böden zwischen 0 und 50 Metern.

Was frisst es, und warum hat es sich so schnell ausgebreitet?

Das Blaugepunktete Flötenmaul ist ein Räuber. FishBase nennt als Nahrung kleine Fische, Garnelen und Kalmare; der CIESM-Atlas schreibt, dass es sich überwiegend von Fischen ernährt, die es aus dem Hinterhalt oder in der Verfolgung erbeutet. In einer 2009 im Journal of Applied Ichthyology veröffentlichten Studie von Bariche und Kollegen vor der Küste des Libanon fanden sich in den Mägen von 25–112 Zentimeter langen Tieren 41 verschiedene Beutetaxa; am wichtigsten waren Schnauzen-Pikarelle (Spicara smaris) und Gelbstriemen (Boops boops), und bevorzugt wurden Schwarmfische der freien Wassersäule. Zu den Gründen seines Erfolgs äußern sich die Quellen vorsichtig. Der CIESM-Atlas stuft die Art im Mittelmeer als ‚sehr häufig‘ ein und nennt geringere Konkurrenz mit heimischen Gegenstücken als möglichen Grund. Bernardi und Kollegen fanden 2016 in einer in Molecular Ecology erschienenen Studie in der Mittelmeerpopulation Spuren schneller Anpassung: Fast die Hälfte der Gene, die mit 47 möglicherweise unter Selektion stehenden Loci verknüpft waren, hatte mit Krankheitsresistenz und Osmoregulation zu tun.

Artsteckbrief

Blaugepunktetes Flötenmaul
Wissenschaftlicher Name
Fistularia commersonii
Familie
Fistulariidae
Ordnung
Syngnathiformes
Gewässertyp
Salzwasser
Meere
Ägäis, Mittelmeer
Weitere Namen
Külah balığı, Çomak balığı, Kornet balığı

Häufige Fragen

In welchen Meeren kommt Blaugepunktetes Flötenmaul vor?

In unseren Einträgen kommt Blaugepunktetes Flötenmaul in diesen Meeren vor: Ägäis, Mittelmeer, Mittlere & südliche Ägäis — Griechenland, Kreta & Libysches Meer — Griechenland, Bucht von Güzelyurt — Nordzypern, Nordküste von Kyrenia — Nordzypern, Famagusta–İskele — Nordzypern, Halbinsel Karpas — Nordzypern, Akamas–Paphos Westküste — Südzypern, Paphos–Limassol Südküste — Südzypern, Larnaka Südostküste — Südzypern, Ayia Napa–Protaras — Südzypern.

In welchen Monaten ist Blaugepunktetes Flötenmaul ergiebig?

Ergiebige Zeiträume nach Meer: Mittlere & südliche Ägäis — Griechenland April, Mai, August, September, Oktober, November; Kreta & Libysches Meer — Griechenland April–November; Famagusta–İskele — Nordzypern das ganze Jahr; Bucht von Güzelyurt — Nordzypern das ganze Jahr; Nordküste von Kyrenia — Nordzypern das ganze Jahr; Halbinsel Karpas — Nordzypern das ganze Jahr; Paphos–Limassol Südküste — Südzypern das ganze Jahr; Ayia Napa–Protaras — Südzypern das ganze Jahr; Akamas–Paphos Westküste — Südzypern das ganze Jahr; Larnaka Südostküste — Südzypern das ganze Jahr.

Ist das Blaugepunktete Flötenmaul giftig?

Laut FishBase hat es in Rücken- und Afterflosse überhaupt keine Stacheln. Dieselbe Quelle verzeichnet unter ‚Gefahr für den Menschen‘ Berichte über Ciguatera-Vergiftungen; die zugrunde liegende Studie stammt aus Rarotonga auf den Cookinseln im Pazifik. Das FishBase-Glossar definiert Ciguatera als Vergiftung durch den Verzehr ciguatoxischer Fische. Der CIESM-Atlas wiederum führt die Art als Fisch mit einer gewissen kommerziellen Bedeutung in den Ländern des östlichen Mittelmeers.

Wie groß wird das Blaugepunktete Flötenmaul?

Die Quellen nennen nicht dieselbe Obergrenze. FishBase gibt als Höchstlänge 160 Zentimeter Totallänge und als übliche Länge 100 Zentimeter an; der CIESM-Atlas nennt eine übliche Größe von 20–100 und ein Maximum von 150 Zentimetern. In einer 2016 im Italian Journal of Zoology veröffentlichten Studie von Vitale und Kollegen maßen 23 südlich von Sizilien untersuchte Tiere ohne Schwanzfaden 69–104 Zentimeter, wogen 155–798 Gramm und waren 3 bis 5 Jahre alt.

Wie ist das Blaugepunktete Flötenmaul ins Mittelmeer gekommen?

Aus dem Roten Meer durch den Suezkanal. Golanis Notiz aus dem Jahr 2000 meldet die ersten drei Exemplare im Mittelmeer von der Küste Israels und führt ihr Vorkommen auf die Einwanderung aus dem Roten Meer über den Kanal zurück. Unter Verweis auf eine Studie von Bariche und Kollegen aus dem Jahr 2013, die einen alten Fang aus dem Libanon belegt, hält der CIESM-Atlas auch frühere vereinzelte Einschleppungen für möglich. Laut Bernardi und Kollegen dauerte es rund 130 Jahre, bis die Art ins Mittelmeer gelangte; danach breitete sie sich bis 2007 im ganzen Becken von Israel bis Spanien aus.

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