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Weißer Zackenbarsch: Saison, Schonzeit und Mindestmaß
Beim Weißen Zackenbarsch liegt das Mindestmaß bei 50 cm, die Tagesgrenze bei einem einzigen Fisch. Und drei seiner ergiebigen Monate fallen in die Schonzeit.
Der Weiße Zackenbarsch (Epinephelus aeneus) ist in unserem Katalog mit dem Lebensraum felsige Tiefe erfasst und gehört zu den Arten, die die Vorschriften auf einen einzigen Fisch begrenzen: Mindestmaß 50 cm, Tageshöchstmenge 1 Stück.
Einträge haben wir für Ägäis und Mittelmeer, für Marmarameer und Schwarzes Meer dagegen nicht.
In welchen Meeren ist er erfasst?
Unsere Fangdaten nach Meeren bestehen aus zwei Zeilen — Ägäis und Mittelmeer. Einen Eintrag, der den Weißen Zackenbarsch mit einem einzelnen Angelrevier verknüpft, haben wir nicht; unsere Angaben reichen bis zur Meeresebene.
Deshalb können wir nicht sagen: „An diesem Anleger beißt er.“ Sagen können wir Folgendes: In diesen beiden Meeren ist er erfasst, und man sucht ihn über felsigem, tiefem Grund.
Die ergiebigen Monate kollidieren mit der Sperre
In beiden Meeren sind je sieben ergiebige Monate erfasst. Die Schonzeit schneidet aber drei davon heraus; übrig bleiben jeweils vier.
| Meer | Ergiebige Monate | Außerhalb der Schonzeit |
|---|---|---|
| Ägäis | Mai – November | Mai, September, Oktober, November |
| Mittelmeer | April – Oktober | April, Mai, September, Oktober |
Die Saison zerfällt also in zwei Teile: das späte Frühjahr und den Herbst. Juni, Juli und August wirken im Eintrag zwar ergiebig, doch in diesen drei Monaten ist der Fang verboten.
Köder und Technik
Die erfassten Naturköder sind in beiden Meeren gleich: Kalmar, Sepie und Sardine. Die regionalen Zusatzköder unterscheiden sich — in der Ägäis Sardine, Mamun und Sülünez; im Mittelmeer Sardine, Kalmar und Garnele.
Bei den Kunstködern gibt es nur einen Eintrag: Slow Jig. Auch bei der Technik sagen beide Zeilen dasselbe — Grundangeln und Jiggen.
Mindestmaß, Menge und Schonzeit
Im Freizeitangeln beträgt das Mindestmaß für den Weißen Zackenbarsch 50 cm. Die Tageshöchstmenge liegt bei 1 Stück — begrenzt nach Zahl, nicht nach Gewicht. Die Schonzeit läuft vom 1. Juni bis 31. August.
Rechtsgrundlage: Verordnung Nr. 2024/21, Tabelle 7.
Alle Mindestmaße derselben Verordnung findest du in der Tabelle Mindestmaße, die vollständig geschützten Arten im Beitrag darüber, welche Fische geschützt sind.
Grida oder Orfoz? Vorsicht beim Namen
In unserem Katalog sind für den Weißen Zackenbarsch drei lokale Namen erfasst: grida, lagos und orfoz. Der letzte führt in die Irre, denn auf Türkisch heißt auch eine eigene Art orfoz: der Braune Zackenbarsch — Epinephelus marginatus, ein anderer Fisch aus derselben Familie (Epinephelidae).
Und diese Art steht unter Schutz: Fang und Entnahme sind vollständig verboten, die Schonzeit gilt das ganze Jahr. Wird er zufällig gefangen, muss er unverletzt ins Wasser zurückgesetzt werden. Rechtsgrundlage: Verordnung Nr. 6/2, Artikel 6 – Tabelle 1.
Der Satz „Ich habe einen Orfoz gefangen“ kann also zwei verschiedene Fische meinen: Den einen darfst du behalten, wenn er die Regeln zu Maß und Zeitraum erfüllt, den anderen unter keinen Umständen. Unterscheiden lassen sie sich nicht am Volksnamen, sondern am wissenschaftlichen Namen.
Alle Einträge zu Monaten, Ködern und Technik nach Meeren findest du auf der Artenseite des Weißen Zackenbarschs. Willst du die Bedingungen an der Küste prüfen, öffne die Karte.
Angaben zu Maß, Menge und Zeitraum stammen aus der Verordnung des Landwirtschafts- und Forstministeriums. Die Verordnung kann sich ändern; verlässlich ist die jeweils geltende Fassung.